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Toskana
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VOLKSBRRÄUCHE
Die
“Merca” die Brandmarkierung Die „Merca“ zum Beispiel stellte
in der Vergangenheit eine wahre Zeremonie dar. Während des
Monats Mai wurden die einjährigen Rinder von den Viehtreiben
gezählt und in ein Labyrinth von Zäunen getrieben, um vor
den Stadtautoritäten markiert zu werden. Mit der "Merca
Zeremonie" wurden die Fohlen und Kälber offiziell in
die Herde aufgenommen. Während ein langes Eisen mit dem Stempel
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des Besitzer zum Glühen gebracht wurde, brachte einer der Viehtreiber
das Tier in einen eingezäunten Kreis, in dessen Mitte sich ein
großer, gegabelter Stamm befand. Das Tier, von Viehtreibern
zu Boden geworfen und an den Stamm festgebunden, konnte nun
bezeichnet werden. |
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GESCHICHTE UND KULTUR
Es
ist schwierig, ein einziges Symbol auszuwählen, dass in der
Lage wäre, alle Bezüge und Veränderungen zusammenzufassen
die im Verlauf von mehr als dreißig Jahrhunderten den toskanischen
Küstenstreifen und das unmittelbare Hinterland geprägt haben.
Nicht zuletzt aufgrund der allgemeinen Wertschätzung, die
zu ihrem Erhalt beigetragen hat, kam es in diesem Gebiet zu
enormen historischen, künstlerischen und kulturellen
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| Ablagerungen
die sich dem Besucher anbieten, der die Einzigartigkeit dieses
Landstrichs entdecken möchte. Der intakten Natur gesellen sich
hier die Gräber der Etrusker, die Grabungsstätten römischer
Städte, unzählige mittelalterliche Orte oder die Befestigungsanlagen
der Renaissance hinzu. Das wirtschaftliche und kulturelle Leben
der Region pulsierte über Jahrhunderte hin in den geschützten
Orten und Städten, sowie auf den Anhöhen. Sie werden noch heute
von Mauern eingefasst. Die herrlichen Fassaden der zinnenbewehrten
Kommunalbauten zeigen die |
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Wappen
der Geschlechter, die sich in der Herrschaft ablösten. Ihre
Wachtürme, ihre gesicherten Tore und ihre befestigten Mauern
dienten der Kontrolle eines Erzlagers, eines Meerzugangs oder
eines bedeutenden Verkehrswegs. Das gesamte Hinterland ist eine
kontinuierliche Abfolge von Ortschaften, die hinsichtlich ihres
Stadtbilds und der erhaltenen Bauten von großem Interesse sind.
Erinnert sei nur an Suvereto, Campiglia, Roccastrada, Chiusdino,
Scarlino, Scansano, Capalbio and Pitigliano. Nur wenige Kilometer
vom Meer entfernt hat der neugierige Tourist zahlreiche Möglichkeiten,
unerwartete Schätze aus Kunst und Geschichte zu entdecken. Eine
Vielzahl von alten Kirchen und religiösen Denkmälern. |
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Viele davon verdienen es, sie aufgrund ihrer architektonischen
Formen, der darin aufbewahrten Meisterwerke, der zum Ausdruck
kommenden Geschichte und Volksfrömmigkeit zu besuchen. In der
ruhigen Landschaft der Maremma finden sich noch heute die Überreste
der etruskischen Kultur. Am Golf von Baratti blicken die Gräber
der Nekropole von Populonia aufs Meer hinaus. Die Städte Roselle
und Vetulonia lagen einstmals an der Lagune des Lago Prile.
Das römische Amphitheater auf einer Anhöhe wird von einer Zyklopenmauer
eingefasst. Zahlreiche Italienreisende besuchten diese Stätte
und dokumentierten ihre Eindrücke. |
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NATUR UND AMBIENTE
Hinter
Cecina verläuft die Küste wieder in langen Sandstränden, die
von ausgedehnten Pinienwäldern gesäumt werden: alle Badeorte
- von Castiglioncello bis Marina di Castagneto-Donoratico,
von San Vincenzo bis Follonica, von Punta Ala dis Castiglione
della Pescaia, von Marian di Grosseto bis zu den Urlaubsorten
an der Grenze zum Latium - liegen im
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| Schatten
der großen Pinienbäume. Die Pinienwälder, die in vielen Fällen
anstelle der ursprünglichen, für das Flachland typischen Wälder
aus Steineichen und anderen Baumarten gepflanzt wurden, sind
ein Teil dieser durch mindesten zwei Jahrhunderte hindurch von
Menschenhand geformten Landschaft. Heute gehören die Pinienwälder
untrennbar zur Küste der Toskana. Sie zu schützen ist oberstes
Gebot und das nicht allein wegen ihrer Naturschätze - von der
dichten, mediterranen Macchia bis zu artenreichen Tierwelt,
sondern auch wegen ihrer unbestrittenen |
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Anziehungskraft auf Urlauber, die dort außergewöhnliche Möglichkeiten
für Spaziergänge und Radtouren oder einfach nur angenehme Schattenplätze
als Alternative zum Baden am Strand vorfinden. Zwanzig Kilometer
Sandküste mit Felsformationen und traumhaften Buchten, unberührt
vom Menschen und, abgesehen von einigen für den Verkehr gesperrten
Forstwegen, ohne Zufahrtsstraßen: das sind die Monti dell’Uccellina
im Zentrum und Südteil des regionalen Naturparks der Maremma,
die am Poggio Lecci mit 415 Metern ihren höchsten Punkt |
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erreichen. Die zum Symbol der Maremma gewordene Wildschwein
findet hier im dichten, für den Menschen unzugänglichen Unterholz
der Steineichen und des Gestrüpps aus Heidenkraut, Wacholder,
Dornensträuchern und Schlingpflanzen seinen natürlichen Lebensraum.
Auf den trockengelegten Wiesen weiden die ungezähmten Kuhherden
der Maremma und die wilden, von den Etruskern und Römern und
später den Medici gezüchteten Pferde der Viehhüter. Ursprünglich
waren die Monti dell’Uccellina eine Insel, die dann vom Schwemmland
des Ombrone einverleibt wurde. Die überwiegende Zahl der Flüsse,
die den noch heute als Insel erkennbaren Monte Argentario und
das mittlerweile definitiv mit der Küste verbundene Vorgebirge
des Piombino nach und nach mit dem Festland verbanden, führen
wie der Ombrone große Sandmengen mit sich. |
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Nach
den Sandstränden und Pinienwäldern zeigt die toskanische Küste
ab Populonia ihr anderes Gesicht: zerklüftete Felswände mit
interessanten, durch Erosion hervorgerufenen Gesteinsformationen
und das klare, blaue Wasser der Bucht ?? delle Fate. Zwei schmale
Sanddünen verbinden Monte Argentario mit dem Festland und der
Gegensatz zwischen den wild zerklüfteten, von mediterraner Macchia
überwucherten Felswänden des Monte Telegrafo (635 Meter) und
der unbewegten Lagune und dem lautlosen Schilf, in dem die Reiher
brüten. Der Wasserzulauf dieser einmaligen Naturkulisse ist
durch Kanäle und das natürliche Sickerwasser der zwei Sanddünen
sichergestellt. |
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KURORTE, SPORT UND FREIZEIT
Der
besondere Reichtum an Thermal und Heilquellen, das gemäßigte
Klima sowie die unvergleichliche Schönheit dieser Gegend,
in der Natur, Kunst, Geschichte und Archäologie harmonisch
verschmelzen, haben zahlreiche Orte entlang der Küste und
im unmittelbaren Hinterland zu gesundheitsfördernden Reisezielen
von nationalem und internationalem Ruf gemacht. Die Thermalbäder
in diesem Teil der Toskana haben fast ausnahmslos ihren Ursprung
in der Antike. Noch vor den Römern, die bekanntlich die Thermen
vor allem als Stätten der Zerstreuung und Begegnung schätzten,
war der Einsatz von Heilwassern bereits bei den
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Etruskern
verbreitet. So zum Beispiel in Sarturnia oder Roselle. Weitere
Thermen kamen in der römischen Zeit hinzu: die Thermalbäder
von Caldana, die Thermen von Casciana, die Warmwasserquelle
von Equi Terme sowie die von San Giuliano, an die Plinius und
Varro erinnern. Auch die Quelle von Uliveto war bereits um das
Jahr 1000 bekannt. Einzige Ausnahme bilden die Thermen von San
Giovanni auf der Insel Elba, die erst 1962 eröffnet wurden und
heute eines der größten Talassotherapie-Zentren Italiens sind.
Seit mindestens einem Jahrhundert erfüllt die toskanische Küste
die Bedürfnisse eines bunt gemischten Publikums aller Altersstufen.
Die gesamte Küste verfügt über zahlreiche Badeanstalten, |
freie Strände und die Infrastruktur zur Ausübung beliebiger
Wassersportarten. Es gibt zahlreiche Segelklubs sowie Windsurf-,
Surf- und Kanuschulen. Während die Ferien am Meer, durch die
lang anhaltende Saison begünstigt werden, die auf Grund des
milden Klimas mindestens von Mai dis Oktober andauert, bieten
der Küstenstreifen und das unmittelbare Hinterland vielfältige
Möglichkeiten für Aktivitäten an der frischen Luft und in der
freien Natur, die das ganze Jahr über ausgeübt werden können.
In der Umgebung von Grosseto gibt es vielseitige Betätigungsfelder.
In Roccastrada wurde ein Wandergebiet von ungefähr 150 Kilometern
erschlossen, unterteilt in acht leichte, gut markierte und ganzjährig
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begehbare
Wanderwege. Von Castiglione della Pescaia aus führen mehrere
Fußwege in die nähere Umgebung, die sowohl im Hinblick auf die
Geschichte als auch landschaftlich interessant sind: jener,
der bis Principina a Mare geht, führt durch einen schönen Pinienwald,
in dem sich ein Trimmdich-Pfad befindet und der sich auch für
Fahrradtouren eignet.
Im Naturschutzpark der Maremma hat man die Wahl zwischen mehreren
themenbezogenen Ausflügen: San Rabano, die Aussichtstürme, Cala
di |
| Forno,
die Mündung des Ombrone, sowie Talamone, ein Wald und Naturlehrpfad.
Im Park sind auch Ausflüge im Kanu auf den Seitenarmen der Ombronemündung
möglich. Die Toskana erfreut sich einer großen, traditionell
begründeten Leidenschaft für das Fahrrad und vielerorts begegnet
man auf den Straßen Gruppen von Amateuren oder auch Profis,
die sich mit den mehr oder weniger steilen Steigungen der Hügellandschaft
abmühen. Eine leichte Steigung beinhalten die Routen, die in
die Vorhügellandschaft der Etruskerküste und Maremma führen,
während das Netz von Wegen durch Haine und Wälder im Landesinneren
den Mountain-bike Liebhabern großen Spaß bereiten wird. Wer
dagegen das Pferd als Fortbewegungsmittel vorzieht, hat die
Qual der Wahl. Die Toskana ist die Region mit dem weit höchsten
prozentualen Anteilen an Reithallen und Gestüten für Ausritte
zu Pferd. Unter den wichtigen Terminen, welche die Saison an
der Küste eröffnen, tritt der Karneval in den Vordergrund, der
sich als internationales Ereignis durchgesetzt hat und durch
den Umzug der immer üppigeren und prachtvoller ausgestatteten
Wägen charakterisiert ist. Für Opernliebhaber ist das Puccini-Festival
in Torre del Lago ein Pflichttermin, das von Juli bis August
direkt an den Ufern jenes Gewässers stattfindet, das den Komponisten
zu vielen seiner berühmten Arien inspirierte. Zwischen Ostersonntag
und Ostermontag findet das Pferderennen der etruskischen Küste
statt, bei dem sich die Pferde und Reiter das Palio von Siena
gegenseitig herausfordern und am Strand von San Vincenzo ein
halsbrecherisches Rennen liefen: ein eindrucksvolles und publikumswirksames
Ereignis. Zweimal im Jahr, am 20. Mai und am zweiten Sonntag
im August, in Massa Marittima das Armbrustschießen der Jagdfalken
statt, bei dem sich neben einem Trachtenzug und Vorführungen
der Fahnenschwinger die Armschützen an dem „Jagdfalken“ versuchen,
einer Zielscheibe in Form eines Falken. Fischerstechen gibt
es dagegen am 15. August in Porto S. Stefano (es handelt sich
um einen Wettbewerb zwischen vier Booten in lebhaften Farben,
welche die vier Ortsbezirke darstellen). In Castiglione della
Pescaia, wo sich die fünf Dorfbezirke der gegenseitigen Herausforderung
stellen ????. Für die Umzüge am 19. August verwandelt sich Scarlino
in ein mittelalterliches Dorf, in dem einheimische Schauspieler
wie in einem großen Freilichttheater. |
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